Der Freischütz

Der Freischütz

Historische Marionettenoper nach Friedrich Kind und Carl Maria von Weber

Koproduktion des traditionellen Marionettentheaters Dombrowsky, mit der Staatsoperette Dresden und FIRLEFANZ-Theater mit Puppen Dresden/Hagen

Nach der Uraufführung des Freischütz am 26. Mai 1821 in Berlin notiert Carl Maria von Weber in seinem Tagebuch: „Abends als erste Oper im neuen Schauspielhause Der Freischütz. Wurde mit unglaublichstem Enthusiasmus aufgenommen. Ouvertüre und Volkslied. Da capo verlangt, überhaupt von 17 Musikstücken 14 lärmend applaudiert…..“

Mit der Rekonstruktion der Originalaufführung von 1885 der berühmten Sächsischen Marionettenoper, dessen bekanntester Vertreter das Apelsche¹ Marionettentheater war, der historischen Barockbühne, den Dekorationen und Kulissen, den originalen ein Meter großen Marionetten, haben die Künstler eine originelle, volksnahe und dennoch romantisch, zauberhafte Opernaufführung geschaffen. Die Premiere 1994 in Dresden, wurde durch das Orchester und Solisten der Staatsoperette Dresden live gespielt und gesungen.

  • Autor: Friedrich Kind
  • Regie: Uwe und Kurt Dombrowsky, Berlin
  • Premiere: Februar 1994
  • Ausstatteung: Historische Marionetten und Bühne, ca. 1900
  • Musik: Carl Maria von Weber
  • Spieler: Thomas Bartsch, Evelin und Uwe Dombrowsky, Randi und Grigorij Kästner-Kubsch
  • Form: Sächsische Fadenmarionetten und Flachfiguren

¹ Die Familie Apel war zwischen 1870 und 1971 in drei Generationen als Puppenspieler tätig. Sie betrieben vier Marionettenbühnen und zwei Lichtspieltheater. 1877 erwarb Albert Apel ein Marionettentheater aus der Zeit um 1790. Sein Sohn Heinrich, schrieb zahlreiche Puppenspiele. Inbesonere führte die Apelsche Marionettenbühne Opern und Stücke nach Texten bekannter Dichter auf. Er gastierte von 1905 bis 1908 in vielen europäischen Varietés.

Die letzten beiden großen Apel-Bühnen wurden 1952 im Zuge der Kulturpolitik der DDR verboten.